Pflege von Biotopen im Landkreis Altötting

An unseren Flüssen, vor allem am Inn und an der Alz findet man Uferbereiche mit einer besonders schützenswerten Vegetation. Dort ist der Bewuchs durch geringen Nährstoffgehalt sehr blütenreich und vielfältig, genau so wie es Insekten, Kleintiere und auch Vögel brauchen. Diese Oasen in den sonst intensiv genutzten landwirtschaftlichen Monokulturen gilt es zu erhalten. Um das zu erreichen, wird von uns das Mulchen verhindert.

 

 

Mähen

Hilde und Manfred (am Mäher) im Biotop in Töging
Hilde und Manfred (am Mäher) im Biotop in Töging

Erster Schritt im Herbst ist das Mähen des Bewuchses. Nach einem 1 jährigen Wachstum funktioniert das am besten mit einem Balkenmäher.

In einem Teil des ehemaligen Industriegebiets in Töging mähen wir selber, auf dem anderen Schutzgebiet wird das vom Eigentümer erledigt.

Nach dem Mähen muß das Grüngut trocknen, damit es besser zu Rechen ist und damit sich alle Kleintiere an die neue Umgebung gewöhnen können.

Rückzugsbereiche

Markierter Rückzugsbereich im Hintergrund - nicht gemäht
Markierter Rückzugsbereich im Hintergrund - nicht gemäht

Der einjährige Bewuchs wird nicht komplett abgemäht, sondern es müssen Schutzbereiche stehen bleiben. Damit ist immer eine für die Kleintiere vertraute Zone vorhanden, in die sie sich zurückziehen können, während die übrigen Flächen durch unsere Eingriffe renaturiert werden.

Das Bild rechts und die folgenden zeigen die Situation am Damm der Alz in Hirten.

Rechen

Dann beginnt die Hauptarbeit für uns: Das Zusammenrechen auf einzelne Haufen. Das hat zwei Gründe: Zum einen wird das Grüngut nur so vom Verwertungsunternehmer aufgenommen, aber viel wichtiger ist der eben erwähnte biologische Zweck: Die Kleintiere suchen sich nach dem Mähen und Anhäufeln wieder ihre vertraute Umgebung in den Rückzugsbereichen.

Die Häufen sind fertig

So muß es schließlich aussehen
So muß es schließlich aussehen

Nun ist "der Haufen Arbeit" fast geschafft. Eine Reihe ist oben am Damm zusammengerecht, eine unten an der Straße. Das sind die einzigen ebenen Bereiche, die vom Greiferfahrzeug erreichbar sind. 

Nun gibt´s Brotzeit

Der Einsatztrupp
Der Einsatztrupp

Nun haben sich alle die Brotzeit verdient. Roswitha, Gunter, Hilde, Walter und Max planen die Winterpause, die dann zum Basteln für die übrigen Projekte vorgesehen ist.

Leider ist Max nicht mehr im Team, er hat uns viele Jahre kräftig unterstützt, er darf sich jetzt für immer ausruhen. Danke Max!!

ein halbes Jahr später:

der Lohn für die Mühen, die Frühjahrsblüte.

Schnappschüsse ...

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