Tier gefunden? Tierhilfe und Notruf

Jungvogel gefunden

Foto: Junge Bachstelze / Markus Brindl / LBV
Foto: Junge Bachstelze / Markus Brindl / LBV

Wenn Vogelkinder flügge werden, klappt der erste Start aus dem Nest nicht immer auf Anhieb. Viele Menschen beobachten wie die Jungvögel dann durch die Büsche hüpfen oder auf Rasenflächen sitzen und ihre Eltern um Futter anbetteln. Oftmals hat man den Eindruck, dass diese Jungvögel verlassen wurden und Hilfe benötigen. Hilfe ist aber in den seltensten Fällen notwendig. 

 

Sollten Sie dennoch einen scheinbar verlassenen Jungvogel finden, können Sie sich gerne an unseren stellvertretenden Vorsitzenden wenden: 

  • Heinrich Eisenhut, Tel.: +49 (0) 157 52 45 93 84

 

Weitere Informationen zum richtigen Verhalten beim Fund eines Jungvogels finden Sie auf der Homepage der Landesgeschäftsstelle

Unten stehend finden Sie eine Anleitung zum richtigen Verhalten beim Fund eines Jungvogels: 

Fledermaus gefunden

Foto: Braunes Langohr / Christian Ader / LBV
Foto: Braunes Langohr / Christian Ader / LBV

Immer wieder kommt es vor, dass verletzte, geschwächte oder junge Fledermäuse gefunden werden. Bitte wenden Sie sich umgehend an unsere Experten. Wenn Sie diese nicht sofort sprechen können, ziehen Sie sich feste Gartenhandschuhe an und setzen Sie die Fledermaus vorsichtig in eine Schachtel, am besten ausgepolstert mit einem alten Handtuch, damit sich die Fledermaus festkrallen kann. Dann bitte dunkel-stellen und in Ruhe lassen.

 

Wenden Sie sich am besten an die Fledermausexperten: 

  • Dr. Dorothea Friemel, Tel.: +49 (0) 8677 98 57 99
  • Dr. Andreas Zahn, Tel.: +49 (0) 8638 86 117 

 

Weitere Informationen zum richtigen Verhalten beim Fund einer Fledermaus finden Sie auf der Homepage der Landesgeschäftsstelle

Igel gefunden

Foto: Igel / Markus Brindl / LBV
Foto: Igel / Markus Brindl / LBV

Igel sind dämmerungs- und nachtaktive Einzelgänger. Je nach Witterung und Klima bekommen Sie in den Monaten August und September ihren Nachwuchs. Jogger, Spaziergänger oder Radfahrer sehen daher häufig im Herbst Jungtiere und sind sich nicht sicher, ob es dem Igel gut geht oder ob er ihre Hilfe benötigt. 

 

Sie haben einen Igel gefunden, der abgemagert, verletzt oder nach Wintereinbruch noch aktiv ist?  

 

Ansprechpartner und weitere Informationen zum richtigen Verhalten beim Fund eines Igels finden Sie auf der Homepage der Landesgeschäftsstelle

Igelstation bei Mettenheim

Hallo meine lieben LBV'ler, hallo liebe Interessierte,


Darf ich mich vorstellen, mein Name ist Heike Brandstetter.
In Mettenheim nennt man mich auch "die Igelmama".
Schuld daran sind vier kleine Igel, die im Spätherbst 2016 nachmittags durch unseren Garten streiften.
Die kleinen stachligen Wesen suchten damals verzweifelt Futter, um irgendwie den Winter zu überleben.
Ich sammelte sie ein, zimmerte in meinem Gewächshaus ein schönes Igel-Zuhause und fütterte sie fleißig.
Da mir die Kleinen sehr verfloht vorkamen, sprühte ich das vom Tierarzt empfohlene Mittel auf sie.Ein paar Tage später waren alle tot.
Ich war wie geschockt und begann fieberhaft herauszufinden, was ich verkehrt gemacht hatte.
Ich las und las, erkundigte mich bei großen Igelstationen wie ich die Vier hätte behandeln sollen und war plötzlich in einer neuen Welt angekommen. Ich kaufte mir ein Mikroskop, untersuchte Igelkot und analysierte diesen. „Schwupdiwupp“ stellten sich die ersten Erfolge ein.
Igel wurden mir gebracht und überlebten meine Behandlungen.
Immer mehr lernte ich über die „Stachelfellchen“, die seit November 2019 auf der roten Liste der bedrohten Tierarten stehen.
Mich faszinieren diese Stacheltiere und ihre verschiedenen Charaktertypen. Manch einer ist eher bissig und „miesmuffelig“, mag sich gar nicht ausrollen und der nächste Igel fasst schnell Vertrauen, zeigt den Bauch und genießt es gekrault zu werden.
Es sind nun mal Wildtiere, darum ist es ein wirklich tolles Gefühl, wenn der Igel so viel Vertrauen hat, dass er aufmacht und einen mit seinen Knopfaugen ansieht.
Natürlich sind Igel keine Haus- oder Kuscheltiere. Ein gesunder Igel der keine Probleme hat, gehört in die Natur!
Igel sind geschützte Tiere und dürfen im Normalfall nicht in Gefangenschaft gehalten oder grundlos der Natur entnommen werden. Deswegen werden natürlich die Tiere, die das nötige Gewicht erreicht haben und gesund sind, ausgewildert. Seit 2016 konnte ich schon vielen Igeln helfen.
Nicht immer war es einfach, oft sieht man Dinge, die wirklich nicht schön sind. Das fängt bei "lebendem" Kot an und hört bei Maden in den Ohren noch lange nicht auf.
Mittlerweile bin ich auch beim Veterinäramt registriert und habe einen Betreuungsvertrag mit einem Tierarzt. Das Landratsamt ist natürlich auch unterrichtet.
Ich möchte Euch in Zukunft über die Igelpflege informieren und zeigen was wir Menschen besser machen können, damit wir noch lange Igel im Garten sehen können.
Wie fast alle Wildtiere haben nämlich auch die Igel mehr und mehr Probleme, einen guten Lebensraum zu finden. Meine "private Igelberatungsstelle Mettenheim" ist mein Herzensprojekt. Allerdings steigt die Zahl der kranken Igel derzeit ins Unermessliche, deshalb freue ich mich sehr darüber, wenn ein Igelfinder unter meiner Anleitung (natürlich nur wenn möglich), den Findling selbst gesund pflegt.

Viele liebe Grüße

Heike Brandstetter

 

Liebe Igel-Finder und Igel-Interessierte,

 

Sie können mich erreichen unter: 0170 928 55 62