Vogel des Jahres 2019: Die Feldlerche

Zum zweiten Mal ist die Feldlerche zum Vogel des Jahres ausgerufen worden. Schon 1998 hatte die Feldlerche die Ehre als Vogel des Jahres gekürt zu werden. Inzwischen sind 20 Jahre vergangen und mehr als jede vierte Feldlerche ist aus dem Brutbestand in Deutschland verschwunden.

Foto: Markus Glaessel
Foto: Markus Glaessel

Mit ihrem Gesang von der Morgendämmerung bis zum Abend läutet die Feldlerche alljährlich den Frühling ein. Doch über den Feldern ist es stumm geworden, deshalb steht der Jahresvogel stellvertretend für alle Feldvögel wie z. B.: Kiebitz und Rebhuhn anklagend für die katastrophale Landwirtschaftspolitik in Berlin und Brüssel. Die ehemals häufige Feldlerche steht inzwischen auf der Vorwarnliste der Roten Liste Deutschlands, in Bayern gilt sie sogar schon als gefährdet („Rote Liste“ 3). Weitere Gefährdungsursachen sind Versiegelung der Landschaft, gesteigerter Einsatz von Umweltchemikalien, wie auch die direkte Bejagung in den südlichen Ländern. Auch die Insektennahrung ist zurückgegangen, nach neuesten Daten um mehr als 75 Prozent seit 1989.

 

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Landesgeschäftsstelle des LBV.

 

Rote Liste Bayern: gefährdet
Rote Liste Deutschland: gefährdet
Erhaltungszustand Kontinental: in Bezug auf Status Brutvorkommen: ungünstig/schlecht
Erhaltungszustand Alpin: in Bezug auf Status Brutvorkommen: ungünstig/schlecht

Fotos: Zdenek Tunka